
Wie wird einen Diabetes bei Katzen behandelt?

Wieso therapiert man einen Diabetes bei deiner Katze?
Diabetische Ketoazidose (DKA) und die Hypoglykämie – was ist das genau?
Wie therapiert man den Diabetes deiner Katze?
Diabetes-Diagnose – was bedeutet das für die Zukunft deines Lieblings?
Zusammenfassung
Ein kurzer Überblick zum Diabetes bei der Katze
Der Diabetes bei einer Katze ist, gleich wie beim Menschen, eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse (=Pankreas). Dieses Organ befindet sich im Bauch deiner Katze, wo es in Magen- und Dünndarmnähe liegt. Das Pankreas hat verschiedene Anteile und Aufgaben – unter anderem produziert es Hormone wie das Insulin. Das Insulin ist dafür zuständig, den Zucker aus dem Blut (=Blutglukose) in den Körper zu verteilen, welcher dann dadurch seine gewohnten Funktionen ausüben kann. Beim Diabetes ist einfach gesagt das Insulin reduziert und dadurch bleibt der Blutzuckerspiegel hoch und kann nicht vom Körper aufgenommen und umgesetzt werden, was zur Erkrankung des Diabetes führt. Es gibt ganz allgemein 4 Typen des Diabetes beim Hund und der Katze, wobei bei der Katze der Typ 2 Diabetes der häufigste ist. Bei diesem Typ Diabetes sind die insulinproduzierenden Zellen des Pankreas defekt und der Körper ist gegen Insulin resistent, das heisst der Körper reagiert nicht mehr auf das Insulin. Dieser Typ 2 Diabetes ist dem Typ 2 Diabetes des Menschen ähnlich. Etwa 80% der Katzen, welche an Diabetes leiden, sind von diesem Typ Diabetes betroffen. Verschiedene Risikofaktoren tragen zur Erkrankung am Katzendiabetes bei, so beispielsweise Übergewicht, Inaktivität, gewisse Medikamente und andere Faktoren.
Merke dir: Der Diabetes Typ 2 ist der häufigste bei der Katze und ist eine Erkrankung, bei welcher der Blutzuckerspiegel im Körper deiner Katze nicht mehr durch das für die Regulierung zuständige Hormon Insulin herunterreguliert werden kann. Dabei bleibt der Blutzuckerspiegel konstant hoch und dem Körper fehlt der Zucker, um seine normalen Funktionen auszuüben.
Wieso therapiert man einen Diabetes bei deiner Katze?
Es ist wichtig, den Diabetes bei deiner Katze zu behandeln. Dabei werden verschiedene Ziele versucht zu erreichen:
- Stabile Blutzuckerwerte im Normalbereich: Das ist das Hauptziel einer Diabetesbehandlung und beeinflusst die anderen Ziele
- Verschwinden der klinischen Symptome: Ein Ziel der Diabetesbehandlung besteht darin, dass die Symptome des übermässigen Trinkens, Pinkelns, Fressens und der Gewichtsverlust verschwinden
- Erhaltung eines stabilen (und optimalen) Körpergewichtes: Deine Katze sollte ein stabiles Körpergewicht erreichen und halten können unter Therapie
- Vermeidung von Komplikationen wie die Diabetische Ketoazidose und Hypoglykämie: Komplikationen eines Diabetes sind gefährlich für deine Katze und müssen sofort behandelt werden, ansonsten kann deine Katze schlimmstenfalls daran sterben. Eine dieser schwerwiegenden Komplikationen ist die sogenannte Diabetische Ketoazidose (=DKA), die andere ist die Unterzuckerung im Blut, die sogenannte Hypoglykämie. Beide sind weiter unten noch genauer beschrieben
- Chance auf Remission erhöhen: Bei frühzeitigem Behandlungsbeginn besteht bei ca. 20 – 40% der Katzen die Chance auf Remission des Katzendiabetes. Ein früher Tierarztbesuch lohnt sich also umso mehr
Merke dir: Eine Diabetestherapie zielt darauf ab, stabile Blutglukosewerte im Normalbereich zu erreichen, um damit die klinischen Symptome zu verhindern, ein stabiles und normales Körpergewicht deiner Katze zu erreichen, schwerwiegende Komplikationen zu verhindern und die Chance auf Remission der Zuckerkrankheit zu erhöhen.
Diabetische Ketoazidose (DKA) und die Hypoglykämie – was ist das genau?
Wie oben erwähnt sind die DKA und die Hypoglykämie Komplikationen eines Diabetes und sollten möglichst vermieden werden. Doch was sind sie genau?
- Diabetische Ketoazidose: Die DKA entsteht, wenn übermässig Fettreserven aus dem Körper abgebaut werden und dadurch freie Fettsäuren ins Blut gelangen. Das passiert, wenn durch den Insulinmangel im Blut und die Freisetzung von anderen Hormonen wie beispielsweise Stresshormonen ein Bedarf an Energie in Form von Blutzucker besteht, diese Energie aber nicht erhältlich ist oder nicht aufgenommen werden kann. Dies kann bei einem unbehandelten Diabetes der Fall sein. Dem Körper fehlt die Energie über den Blutzucker. Deiner Katze geht es bei einer DKA sehr schlecht, sie ist total apathisch oder kann sogar in Seitenlage liegen und nicht mehr gross auf Umwelteinflüsse oder auf dich reagieren
- Hypgoglykämie: Bei der Hypoglykämie (Unterzuckerung im Blut) ist es so, dass zu wenig Glukose überhaupt im Blut enthalten ist, sodass dem Körper und den Zellen wiederum Energie fehlt
Beide, sowohl die DKA als auch die Hypoglykämie sind sehr gefährlich für deine Katze und können schlimmstenfalls zum Tod deiner Katze führen, wenn sie nicht schnellstmöglich behandelt werden. Beim Verdacht des Auftretens einer solchen Komplikation solltest du unverzüglich deinen/deine Tierarzt/-ärztin kontaktieren und deine Katze schnellstmöglich in eine Praxis/Klinik bringen, damit sie dort vom/von der Tierarzt/ärztin behandelt werden kann.
Merke dir: Schwerwiegende Komplikationen wie die Diabetische Ketoazidose und die Hypoglykämie sollten möglichst schnell von einem/einer Tierarzt/-ärztin behandelt werden.
Wie therapiert man den Diabetes deiner Katze?
Die Behandlung des Diabetes besteht aus mehreren Bestandteilen, welche die folgenden sind:
- Medikamente: Wie beim Menschen behandelt man den Diabetes bei deiner Katze in erster Linie mit der Insulingabe. Dieses wird unter die Haut gespritzt und führt dazu, dass der Blutzucker in den Körper aufgenommen werden kann, wo er dann als Energie in den Zellen gebraucht und umgesetzt werden kann
- Diät: Ein anderer, sehr wichtiger Punkt der Behandlung eines Diabetes besteht in der Umstellung auf ein für Diabetiker geeignetes Futter. Dieses sollte proteinreich und zuckerarm sein. Ein erhöhter Fasergehalt des Futters hilft deiner Katze, die Verdauung komplexer Kohlenhydrate zu verzögern und einen zu starken Anstieg des Blutzuckers direkt nach dem Fressen zu vermeiden. Solche Futter sind beispielsweise das Specific FED-DM Endocrine Support und das Specific FEW-DM Endocrine Support für Katzen, welches du im Webshop erhältst. Auch das Specific FRD Weight Reduction und das Specific FRW Weight Reduction für Katzen können nebst dem Zweck der Gewichtsreduktion durch einen geringen Anteil an Fett, einen hohen Anteil an Rohfasern und den Gehalt an komplexen Kohlenhydraten bei einem Diabetes unterstützend sein. In aller Regel wird die Fütterung deiner Katze zweimal täglich empfohlen und an die Insulingabe gekoppelt. Besprich dies bitte mit deinem/deiner Tierarzt/-ärztin, welche/r dich gerne dazu berät
- Behandlung anderer Krankheiten, Optimierung des Life-Styles: Da auch andere Faktoren wie Inaktivität zum Beispiel durch zu wenig Bewegung einen Katzendiabetes begünstigen können, kannst du versuchen, deine Katze zu mehr Aktivität zu animieren. Dies kannst du ihr beispielsweise bieten, indem du mit ihr spielst oder ihr mehr Raum gibst, in dem sie sich bewegen kann.
Merke dir: Die Behandlung des Katzendiabetes besteht aus verschiedenen Faktoren; einerseits aus der regelmässigen Verabreichung des Hormons Insulin, aber auch aus einer angepassten Diät, der Behandlung anderer Krankheiten und der Optimierung des Life-Styles deiner Katze.
Diabetes-Diagnose – was bedeutet das für die Zukunft deines Lieblings?
Die Diagnose der Zuckerkrankheit ist nicht gleichbedeutend mit dem Lebensende deiner Katze. Wie erwähnt gibt es bei frühem Behandlungsstart sogar die Chance, dass der Diabetes in Remission geht. Falls nicht, kannst du deine Katze trotzdem tatkräftig unterstützen, indem du dich erstmal bei deinem/deiner Tierarzt/-ärztin gut über die Krankheit informierst. Das ist sehr wichtig für die Therapie deines Lieblings. Bei guter Einstellung des Blutzuckerspiegels durch die Therapie mit Insulin, dem an die Erkrankung angepassten Futter und Life-Style Änderungen kann deine Katze eine gute Lebensqualität haben.
Merke dir: Deine Katze kann eine gute Lebensqualität trotz Zuckerkrankheit haben, wenn alle Bestandteile der Therapie berücksichtigt werden.
Zusammenfassung
- Der Diabetes Typ 2 ist der häufigste bei der Katze und ist eine Erkrankung, bei welcher der Blutzuckerspiegel im Körper deiner Katze nicht mehr durch das für die Regulierung zuständige Hormon Insulin herunterreguliert werden kann
- Die Diabetestherapie zielt darauf ab, stabile Blutglukosewerte im Normalbereich zu erreichen, um damit die klinischen Symptome zu verhindern, ein stabiles und normales Körpergewicht deiner Katze zu erreichen, schwerwiegende Komplikationen zu verhindern und die Chance auf Remission des Diabetes zu erhöhen
- Die Diabetesbehandlung besteht aus verschiedenen Faktoren; so aus der regelmässigen Verabreichung des Hormons Insulin, aber auch aus einer angepassten Diät, der Behandlung anderer Krankheiten und der Optimierung des Life-Styles
- Deine Katze kann eine gute Lebensqualität trotz Diabetes haben, wenn alle Bestandteile der Therapie berücksichtigt werden
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